Samoa, eine andere Welt – Teil 2

An dem Tag, an dem meine Mama ankam, hat es leider geregnet. Kein guter Start für sie auf Samoa, aber ich glaube, da wir uns nach ca. 4 Monaten das erste Mal wieder gesehen haben, war das erstmal Entschädigung genug. ☺️

Mit einem Taxi bin ich von meiner Unterkunft zum Hotel gefahren. Meine Mama ist kurz vorher angekommen. Es war richtig schön sie wieder zu sehen und irgendwie auch total unwirklich, dass wir beide jetzt zusammen auf Samoa waren – so weit weg von Deutschland.

SektUnser Zimmer konnten wir erst ab 13 Uhr beziehen. Also gab es erstmal einen Sekt, schließlich musste unser Wiedersehen gefeiert werden! 😉 Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, hat meine Mama ein wenig Schlaf nachgeholt und abends sind wir zu Scalini’s gegangen – ein super Restaurant, quasi direkt gegenüber von unserem Hotel und sehr empfehlenswert!

Die ersten gemeinsamen Tage mit meiner Mama

Am nächsten Tag hat meine Mama mich sehr früh geweckt. Sie zog die Vorhänge auf, setzte sich auf mein Bett, hüpfte herum und sagte in etwa: „Ich bin schon seit 5 Uhr wach, los aufstehen, ich will was erleben!“ 😀 Damit war dann auch für mich die Nacht vorbei und der erste gemeinsame Tag konnte beginnen.

Wir sind den Tag dann aber doch erstmal ganz ruhig angegangen, auch wenn meine Mama Abenteuer erleben wollte. 😀 Nach dem Frühstück sind wir zusammen durch die Stadt gelaufen und ich habe meiner Mama die Umgebung gezeigt. Nach einer halben Ewigkeit, verschwitzten Klamotten und wunden Füßen, haben wir uns einen Cocktail in einer Bar direkt am Wasser gegönnt und es uns gutgehen lassen.  Anschließend sind wir mit einem Taxi zurück zum Hotel gefahren, da wir total erledigt und viel zu faul zum Laufen waren. Abends gab es dann Fisch and Chips und Sandwiches auf dem Hotelzimmer – ein gelungener erster gemeinsamer Tag.

Nach unserem ersten entspannten Tag in der City, wollten wir unbedingt zum Strand. Wir hatten uns den Laomanu Beach ausgesucht, da dieser total schön sein sollte. Der Strand war allerdings ein ganzes Stück von unserem Hotel entfernt, deshalb hat die Rezeptionistin uns ein Taxi organisiert. Wir sind dann einmal quer durch die Insel zum Lalomanu Beach gefahren. Allein der Weg dorthin war schon total beeindruckend. Vor allem, weil Samoa eine so schöne, grüne Insel ist, aber auch, weil wir durch die Dörfer gefahren sind und so einen Eindruck von dem Leben dort bekommen konnten.

In Apia hatte noch die Sonne geschien, aber umso weiter wir ins Innere der Insel gefahren sind, desto Wolken verhangener wurde der Himmel. Auf der anderen Inselseite angekommen war es dann leider auch nicht mehr so sonnig wie in Apia, aber trotzdem noch sehr warm. Und die Kulisse war nichtsdestotrotz traumhaft!

Der Taxifahrer wollte unbedingt warten bis wir wieder zurück fahren wollen und hat sich dann erstmal in eine Fale gesetzt und ein Bier getrunken. Wir fanden das äußert seltsam, aber wahrscheinlich hat er mit uns an einem Tag so viel Geld verdient, wie sonst in einer Woche. 😀 Einige Strände und auch andere Sehenswürdigkeiten in Samoa sind im Familienbesitz und gehören nicht dem Staat. Deshalb mussten wir eine kleine Abgabe leisten, um dort am Strand den Tag verbringen zu dürfen. Nach dem Sonnenbaden, Planschen im Meer und einem Bier zum Abkühlen ging es dann wieder zurück zum Hotel. Abgeschlossen haben wir den Tag mit einem erneuten Essen bei Scalini’s. 😉

Tour durch Upolu

Einer der coolsten Tage war die geführte Tour durch den Inselteil Upolu. Mit einem Kleinbus, der uns morgens vom Hotel abgeholt hatte, und einer kleinen Gruppe neuseeländischer Frauen (sehr nette und witzige Damen), haben wir eine Tour zu den Sehenswürdigkeiten auf Upolu gemacht. Während der Fahrt wurde uns viel über die samoanische Geschichte und Kultur erzählt. Die, ich nenne sie mal „Reiseführer“, waren total sympathisch und lustig und haben uns einen richtig tollen Tag bereitet! Uns wurde gezeigt wie Kokosnüsse geknackt werden und dann ganz frisch Kokosmilch zubereitet wird, wir haben einen riesigen Wasserfall bewundert, sind im Ocean Trench geschwommen und haben die wohl süßesten samoanischen Kinder der Welt getroffen. Das war ein absolut grandioser Tag!

Ich hatte übrigens meine Schuhe im Bus vergessen und unsere tollen Reiseführer waren so lieb und haben mir meine Schuhe zurückgebracht. Man muss die Samoaner einfach lieben!

Ein bisschen Pech gehört auch dazu

Den nächsten Tag haben wir uns am Pool gesonnt und einfach nur entspannt. Mittags gab es es einen kleinen Snack und bis zum Abend war auch noch alles gut.

Abends, nachdem wir uns gerade fette Pasta bestellt hatten, weil wir ja so Hunger hatten, ging meine Pechsträhne leider los. Mir wurde von einem Moment auf den anderen so schlecht, dass ich wieder aufs Zimmer gegangen bin und mich ins Bett gelegt habe. Der Kellner kam kurze Zeit später, um mir meine Pasta zu bringen, was total lieb gemeint war, aber das hat es eher schlimmer gemacht. Denn nachdem ich das Essen gerochen hatte, habe ich mir den restlichen Abend und die gesamte Nacht die Seele aus dem Leib ge… (sorry dafür, aber auch dieses unschöne Erlebnis gehört zu meiner Weltreise dazu :D).

Leider war damit der nächste Tag auch im Eimer, weil ich total durchhing und eigentlich nur geschlafen habe. Das tat mir total Leid für meine Mama, schließlich war das ihr Urlaub und sie ist so weit geflogen, um die Zeit mit mir zu verbringen. Aber ein bisschen Pech gehört auf einer Weltreise auch dazu (und schlimmer geht immer). Ich habe absolut keine Ahnung warum es mir so schlecht ging, aber nach dem Tag im Bett war alles wieder gut und wir konnten die restliche Zeit genießen.

 

An dieser Stelle beende ich diesen Beitrag mal, da der Eintrag sonst einfach zu lang wird. Beim nächsten Mal berichte ich unteranderem von unserem Ausflug auf den Inselteil Savaii.

Bis dann! 🙂

 

 

 

 

 

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